Allianz / AMOS Austria: Softwareentwicklung im Fokus

20.03.2017

Am 20.03.2017 war das Thema des Events bei der AMOS die Softwareentwicklung. Das Format wurde interaktiv gewählt, um möglicherweise nicht nur für uns TUtheTOP Teilnehmerinnen und Teilnehmer spannender zu sein, sondern auch für die AMOS- Mitarbeiter/innen, die somit keine Präsentation vorbereiten mussten, sondern uns Rede und Antwort stehen konnten.

Fünf Mitarbeiter, die einen TU-Hintergrund haben, erzählten uns aus ihrer Perspektive Interessantes zu diesem Umfeld. Ihre Perspektiven unterschieden sich in vielerlei Hinsicht, einer hat beispielsweise einen Mathematikabschluss, ansonsten waren verschiedene Hierarchieebenen und unterschiedlich berufserfahrene Personen vertreten (zum Teil mit über 20 Jahren Berufserfahrung).

Etwas wohl nicht sehr Gewöhnliches ist die Verwendung der Begriffe „Consulting“ und „Kunde“. Da AMOS ein Produkt entwickelt, welches die Allianz in den verschiedensten Ländern ausrollt, handelt es sich hier um unternehmensinterne Kunden und Kundinnen. Consultants helfen bei der korrekten Verwendung der entwickelten Software, aber haben keine verkaufende Rolle.

Um die Qualität langfristig hoch zu halten, werden Codereviews und Tests eingesetzt. Dies ist sehr wichtig, da aktuell 20 verschiedene Versionen des Kernprodukts jeden Freitag veröffentlicht werden und den hohen Qualitätsansprüchen der Kunden genügen müssen. Um den Standard zu halten, werden verschieden kleinere Teams mit etwa vier bis elf Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eingesetzt. In diesen ist Teamwork extrem wichtig, aber auch die Kommunikation zwischen den Teams sollte nicht zu kurz kommen. Gelegentlich werden auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kurzfristig zwischen den Teams getauscht, wenn gerade bei einem mehr und beim anderen weniger Arbeit zu erledigen ist.

Bezüglich Meetings haben die Teams auch große Gestaltungsmöglichkeiten. Oft dient auch die Kaffeemaschine als sozialer Treffpunkt.

Von diesen mikroorganisatorischen Dingen abweichend gibt es aber auch die Makroorganisation, welche deutlich genauer vorgeschrieben wird. So sind beispielsweise vierwöchige Sprints für alle Produkte vorgeschrieben, damit diese auch pünktlich released werden können.

Generell scheint AMOS ein sehr angenehmer Arbeitgeber zu sein. Es gibt ein Gleitzeitmodell ohne Kernzeit mit einer Arbeitszeit von 06:00 bis 20:00 Uhr. Selbstverständlich ist es erforderlich, dass innerhalb eines Teams weitgehend ähnliche Arbeitszeiten eingehalten werden, aber darüber hinaus scheint sehr viel Freiraum zu bestehen. Stress scheint auch kein großes Problem zu sein, denn ein Mitarbeiter erzählte, er habe ein Anti-Stress-Seminar besucht, denn den meisten Stress mache man sich selbst.

Um auch in einem größeren Unternehmen Innovationen zu fördern und zu ermöglichen, gibt es die Innovationsplattform. Hier werden Ideen von anderen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern dem Management vorgestellt und besonders gute Ideen ausgezeichnet.

Autor: Heimo Stranner

Fotos: Philip Pickering

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